News & Headlines im April
Gigimoto - Tourstart in Adelboden
Antenne Karger. Text & Ton
Justin Sulivan - Im KuzeB Bremgarten
Luder - Punk lebt!
Big Jim - Das Action Team
Ibrahim Ferrer - kubanische Sonne frei Haus
M4music - brisant wie noch nie!
Serie: Krizz - oder, was macht eigentlich ein Songwriter
Serie: Goa - Reise in eine andere Welt (Teil 1)
Tony Touch im Club K5 in Zürich


Das legendäre blacksheep.ch Online-Radio
Unser beliebetes online Game!
Die blacksheep.ch Konzertagenda
Das Schwarze Brett für Deine Nachrichten
Der blacksheep.ch Musiksuchdienst - Der Sherlock Holmes unter den Suchdiensten
Linkzone : Go Surf!
Die neusten CD's auf blacksheep.ws
Inhalte schnell gefunden
Der Musikeigenvertrieb für Deine Musik
Weitere Dienste






Das Hamburger Musiklabel der anderen Art!










Gigimoto - Tourstart in der Alten Taverne Adelboden (martina)
Wenn die Schokolade im Kühlschrank liegen bleibt

«Superstar» schrie geradezu nach einer Fortsetzung. Jetzt ist sie da, die neue CD von Gigimoto. Doch «Lazy Daisy» ist anders. Farbiger, kontrastreicher und erdiger. Und dieses Mal handelt der Titelsong von einem Gänseblümchen, das geboren wurde als die Sonne gerade unterging.

Das Cover fällt auf. Es ist rosa und braun umrandet. Und mehr Bilderbuch als Booklet. Es spiegelt Momentaufnahmen des Lebens wieder. Bilder, die mit «Lazy Daisy» gemeinsam entstanden sind. Geschichten von sechs Persönlichkeiten, einer Band.

Mittendrin die Seele. Gigi Moto. Die Sängerin, die süchtig ist nach Singen und deren Stimme süchtig macht. Rundherum die Hülle. Jean-Pierre von Dach, der Gitarrist und Songwriter der Träume, Gedanken, Schönes und Trauriges in Töne verwandeln kann. Töne, die durch Drummer Eddie Walker zu pochen beginnen und auszubrechen drohen. Und von Keyboarder Pim Nieuwlands provoziert werden, bis das Kribbeln kaum mehr auszuhalten ist. Gitarrist Ewi Heusser, der mit der Spannung spielt, die Adern bis zum Zerreisen fordert. Ian Berrymen, der Bass, der den Boden zusammenhält, die Fäden spannt. Bis Gigi sie zerschneidet.

Gigi mag keine Grenzen. Das Markenzeichen ihres Sounds. Funk, Rock, Hip Hop, Trip Hop und Electronica werden hemmungslos gemischt und kräftig durchgeschüttelt oder liebevoll umgerührt. Gigi experimentiert mit den Farben und spielt mit den verrücktesten Kontrasten.

«Songschreiben ist ein sehr schwieriger Prozess», weiss die Naturliebhaberin. «Wir sind mehr Ballade-Menschen, wir schreiben die Songs meistens mitten in der Nacht. Wenn wir dann merken, dass wir zu viele langsame Stücke haben, machen wir etwas Schnelleres. Dann frage ich mich, was soll ich jetzt Fröhliches schreiben? Bin ich überhaupt fröhlich? Was macht mich jetzt glücklich? Was finde ich schön? Das ist manchmal nicht so einfach zum Finden.»


Das Glück zu finden. Auch darüber kann Gigi ein Lied singen.
«Lazy Daisy». Eine Frau, die in der Weltgeschichte herum läuft und immer ein bisschen das Glück verpasst. Ein Blümchen, das nicht immer gerade merkt, wann es zu spät ist. Ein Selbstporträt? «Es ist eine Geschichte. Wenn man sich überlegt, wie viele Mensche es auf der Welt gibt, die sich per Zufall treffen und zusammen vielleicht total glücklich werden. Oder eben nicht. Denn vielleicht steht neben an jemand, mit dem sie glücklicher werden würden, sie wissen es nur nicht,» beschreibt Gigi den Hintergrund ihren neuen Titelsong.

Ihre Texte rücken die Welt in ein anderes Licht. So wurde aus einem Alltagshelden, der überhaupt nichts Wahnsinniges darstellt, weder Muskeln hat noch im Fernsehen ist, einen Superstar.

Ein Song, der sehr viele Phasen durchgemacht hat, bis er das war, was er heute ist: Ein Radiohit und der Teil einer Geschichte, die vor zehn Jahren in einem Garten begann.Noch heute kann sich Gigi an den Moment erinnern, in dem sie mit Jean-Pierre von Dach und Pim Nieuwlands eines Nachmittags in einem Garten sass und spontan jamte. Und wie das so ist, ist das Glück eben manchmal näher als man denkt. So kam es, dass das Trio noch am selben Abend zu einer Jam-Session eingeladen wurde. Ein Abend, den Gigi, Jean-Pierre und Pim berührte. «Dieser Abend ist uns extrem gut eingefahren. Wir sind alle drei am Schluss ein bisschen weinend daher gekommen,» erinnert sich die sympathische Zürcherin.

Tränen, die dazu bewegten, kurze Zeit später das Debütalbum «Care» aufzunehmen.
Hunderte von Konzerten folgten und die zweite CD «Trip» konnte von den Dreien realisiert werden. Knapp sechs Jahre später brachten die zur mittlerweile sechsköpfigen Band angewachsenen Gigimoto schliesslich «Superstar» heraus. Der Durchbruch. Obwohl Gigimoto sich mit ihrem funkig-experimentellen Pop-Rock nicht dem momentanen Ideal-Bild anpassen:

«Ich glaube, Durchsetzen im Sinn von Verkäufen, das ist wahrscheinlich sowieso nicht möglich, weil wir eine Independet Pop-Rock-Band sind. Das sind eher die, die nicht allen gefallen können. Aber das ist auch nicht unbedingt das Ziel, das würde mich langweilen.»

Auf der Bühne spricht Gigi nicht viel. Sie singt viel lieber. Mit geschlossenen Augen. Sie scheint alle Gefühle zu speichern, um sie sorgfältig mit ihrer Stimme zu verarbeiten. Nicht die Show spielt hier die Hauptrolle. Lächelnd statt mit grossen Worten bedankt sich Gigi beim Publikum. Wenn trotz der fast nahtlosen Übergänge kurze Pausen entstehen, wirkt sie fast ein bisschen schüchtern. Wartet sehnsüchtig auf den nächsten Beat. Wie das Publikum. Zum Glück gibt es noch Dinge, die Schokolade nicht ersetzen kann.


Mehr Informationen:
http://www.gigimoto.ch


blacksheep.ch - Bewertung
Entspannend
Melodiös
Fun
Genuss
Haarsträubend
Überraschend