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<Luder > Aas, Kadaver, totes Tier (zum Anlocken von Raubwild); <Schimpfw.> Gauner, Spitzbube, heimtückischer, gemeiner Kerl; leichtfertige u. gewissenlose Frau, bemitleidenswertes Geschöpf; sie ist ein Luder; das arme Luder; dieses kleine Luder! <gemildert> durchtriebenes Mädchen
Diese Definition oder etwas Ähnliches wird man finden, wenn in einem gewöhnlichen Duden das Wort "Luder" nachgeschlagen wird. Ja, dies ist der Namen der Band, deren offene CD-Hülle von "Schindluder" vor mir auf dem Tisch liegt und deren Musik momentan durch die Lautsprecher die Wände meines Zimmers bedröhnen und den Boden vibrieren lässt. Wie dieser Begriff jedoch zum Namen der Band wurde, bleibt ein Geheimnis der Band selbst.
"Luder" besteht aus einem Drummer (hösli), zwei Gitarristen (marco, fish-lee), einem Bassisten (duke) und einem Sänger (remo), die allesamt aus der Region Baden stammen und seit etwa einem Jahr gemeinsam musizieren. Geprobt wird zwei Mal wöchentlich, und dies offensichtlich mit grossem Erfolg: die Konzertbilder sagen mehr als tausend Worte! Bis heute sind sie schon drei Mal in dieser Formation aufgetreten und es stehen noch zwei Konzerte im April bevor (am 12.04.2003 in der Halle 36, Baden und am 10.04.2003 im Abart, Manessestrasse 170, Zürich).
Die Musik überrascht erst einmal durch den in der Schweizer Musikszene etwas seltenen Punkstil mit deutschen Texten.
"Luder" lässt sich demnach gut mit der deutschen Punkband "Die toten Hosen" vergleichen. Die sieben Tracks auf der CD rocken von a bis z und sorgen für gute Stimmung. Aber nicht nur das: nimmt man sich nämlich Zeit (und die muss man sich unbedingt nehmen!) und hört etwas genauer auf die Texte, so erkennt man, dass die Themen der Songs oft aus dem Alltagsleben herausgegriffen sind (Liebe, Freiheit, Gewalt etc.) und zum grössten Teil einen tiefen, zum Nachdenken anregenden Sinn haben. Grosses Kompliment!
Etwas schade ist, dass, wie schon angetönt, die Texte, vor allem die englischen, teilweise rein akustisch sehr schlecht verständlich sind.
Obwohl die Stimme von Remo klanglich hervorragend zum Musikstil passt, gelang es mir beispielsweise bei dem ersten Track "Die Gedanken sind frei" nur mit Hilfe des schriftlich auf der Homepage vorliegenden Lyrics den Songtext nachzuvollziehen. Zum Teil kommt auch meiner Meinung nach die musikalische Vielfalt etwas zu kurz und bietet wenig Abwechslung.
Abschliessend ist zu sagen, dass ich im Nachhinein langsam den Name "Luder" für diese Band doch ganz passend finde...
Mehr Infos:
www.das-luder.com
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