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Konzertbericht (äq)
Conosci unpugged
Der Abend begann schon mit der Überraschung, dass der Gig gratis war, wo doch immerhin zwei Bands spielten. Zwei Bands? Richtig! Bevor sich Conosci auf die Bühne schwang spielte das Trio "Silent Sounds" mit Gitarre, Harmonika und Schlagzeug wunderschöne, ruhige Songs in englisch.
Die Bühne fast nur mit Kerzen beleuchtet liess die Besucher den kommenden, kalten, hässlichen Winter vergessen und abtauchen, mir ging es jedenfalls so. Ein Bier in die Linke der Fotoapparat in die rechte Hand und so konnte der Abend nicht mehr schief laufen.
Oh wie wahr! Der Event ging spitzenmässig weiter. André und Pide von Conosci kamen auf die Bühne und sagten nicht viel, nein sie spielten. André Gärtner spielte Gitarre, wobei er zusätzlich noch ein paar Geheimwaffen in der Tasche hatte: Ausgerüstet mit einem Live-Sampler (Loop) konnte er sich selber aufzeichnen und dazu eine weitere Stimme spielen. So wurde er zum Multiorchester. Jetzt sagst Du vielleicht; na, ja. Mit Elektronik ist das ja nicht schwierig. Falsch! Dass muss man erst einmal können, mit bloss einer Gitarre und zwei Toms, vom Bass, Schlagzeug, Grooveguitar bis hin zur Sologitarre alles zu spielen, live und superspontan. Der Mann beeindrucke alle! So untermalte er die unverkennbare und facettenreiche Stimme von Pide Leuthold.
Die Spielfreude von Gärtner und Leuthold war nicht nur zu hören, sondern den beiden Musikern auch anzusehen
Es zeigte sich, dass die Songs vom Album Female auch ohne die lange Liste der Gastmusiker, durchaus "zweimanntauglich" sind. Mit frechen Sprüchen zwischendurch fehlte auch die Komik nicht. André war nach der Pause einfach nicht auf der Bühne erschienen, was Pide als "Standup Comedian" wunderbar überbrückte. Als er schliesslich die Bühne doch betrat, sagte er nur schmunzelnd: "ha ebe no müesse bisle".
Mit oder ohne Pinkelpause, das Konzert war musikalisch spitze und ein riesen Spass.
Unbedingt unsere Agenda konsultieren und das nächste Mal dabei sein!
PS: Das Konzert fand in Lenzburg im nagelneuen "Gleis 1" statt. Das Gleis 1 hinter dem Bahnhof ist das Resultat einer Initiative, die das alte Gebäude wieder renoviert und in ein Zentrum für Gewerbe und Kultur umgewandelt hat. Vom Ingenieurbüro zur Heilpraxis bis zum Vertrieb von Naturfarben sind viele verschiedene Firmen zu finden, so auch die Cafeteria in welcher das Konzert stattfand. Nach dem Motto "klein aber oho" bietet die Cafeteria eine Bühne und Platz für etwa 100 Personen.
Mehr Informationen unter:
http://www.conosci.blacksheep.ws
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