Zurück zur Frontseite
Konzert im Z7
Fredi an der Party im Merkker
Dodo Hug - Ma Collection
Ride on mit Stip
Agressive Sound Painters - Crimson Vibes
Conosci - Verschmelzt
Blackfield - CD Blackfield


Die blacksheep.ch Konzertagenda
Das Schwarze Brett für Deine Nachrichten
Interviews & mehr zum Anhören
Der blacksheep.ch Musiksuchdienst - Der Sherlock Holmes unter den Suchdiensten
Unser beliebetes online Game!
Linkzone : Go Surf!
Die neusten CD's auf blacksheep.ws


Impressum
Alle Ausgaben aufrufen
Geräusche zum Downloaden
Der Musikeigenvertrieb für Deine Musik



Das Hamburger Musiklabel der anderen Art!

Konzert im Z-7 (max)
Blackfield Live
Das etwas rustikale Cover der neuen Platte von Blackfield wie auch der Name Blackfield an sich passen irgendwie ausgezeichnet zur momentanen Jahreszeit: kahle Felder, nur noch Stoppeln sind zurückgeblieben von der letzen Ernte, schwarz in der Nacht trotz Vollmond, und langsam beginnt der Schnee einen Schutzfilm über das Land zu legen, umhüllt das Schwarz der Äcker. Und etwa so fühlt sich die melancholische, introvertierte Musik von Blackfield an, wie leiser Schnee, der auf die Seele rieselt...

Am 9. Dezember letzten Jahres trat das Duo Wilson und Geffen in Pratteln im Z-7 auf (siehe Bericht von Maurus für Band-/CD-Review). Es war auch Maurus, welcher mich auf dieses Konzert aufmerksam machte, denn als eingefleischter Porcupine-Tree-Fan wusste er natürlich über das neue Projekt von Porcupine-Tree-Frontman Steve Wilson und seinem Freund aus Israel bescheid.

"Also nichts wie los und mal wieder für Blacksheep arbeiten", dachten wir ganz spontan.

Doch auf unsere Akkreditierungsanfrage reagierte Z-7 etwas ungewohnt; es würden zu viele Webmagazine bei ihnen für einen Gästelisteeintrag anfragen, meinte das Z-7-Team. So musste eine Kompromisslösung gefunden werden, die sowohl unseren Ansprüchen wie auch denen von Z-7 genügte.

Als wir dann am besagten 9. Dezember in der Halle von Z-7 ankamen, wurde uns dann auch schnell klar, weshalb die Akkreditierung nicht ganz reibungslos geklappt hatte: Die für einige hundert Gäste ausgelegte Location war beinahe leer. Nur etwa knapp 40 Seelen schlenderten vor der grossen Bühne umher, tranken Bier und wussten nicht so recht, was sie mit ihren Jacken und Mäntel anfangen sollten, da eine Garderobe nicht zu finden war. Und wie schon im letzten Jahr beim Porcupine-Tree-Konzert war die ganze Alterspalette zwischen 18 und 60 Jahre abgedeckt, die meisten demzufolge ebenfalls Porcupine-Tree-Anhänger.

Das Konzert wurde dann (mit der etwas überzogenen das-Publikum-kribbelig-machen-Verspätung) mit einem genialen Soloauftritt der (One-Man-) Vorband Richard Barbieri eröffnet. Er steht üblicherweise hinter dem Piano bei Porcupine Tree, doch an diesem Abend gab er seine Solokünste zum Besten. Mit seinen vier Keyboards erschuf er on-stage einen spaceigen Klangteppich, wahnsinnig gut durchstrukturierte Beats und simple, aber ansprechende Melodien.

Souverän und ohne Hast bediente er seine zahlreichen elektronischen Instrumente, und seine Gelassenheit übertrug sich alsdann auf das Publikum, welches mit geschlossenen Augen im Takt zu seiner Musik abdriftete.

Der Hauptakt Blackfield setzte den Abend dann fort mit Auszügen aus ihrem Debüt-Album "Blackfield", beginnend mit dem gleichnamigen Song. Das Repertoire war uns wohlbekannt, da neben wenigen neuen Songs (wie etwa "Where is my Love") ausschliesslich aus dem Blackfield-Album gespielt wurde. Die glasklaren Gitarrensounds und die noch klarere Stimme zog das Publikum bald in ihren Bann. Mit besonders stimmungsvollen Stücken wie etwa "Pain", "The Hole in Me" oder "Cloudy Now" setzten die beiden Freunde geschickt Highlights in ihr Programm.

Und obwohl ich auf ihrer Platte nicht sehr viele Einflüsse von Geffen hatte feststellen können, stand dieser zu meinem Erstaunen doch sehr oft am Mikrofon, zeigte sich aktiver als erwartet.

Ganz allgemein muss ich bemerken, dass es für Blackfield relativ deprimierend gewesen sein muss, vor so kleiner Zuschauermenge spielen zu müssen.

Andererseits muss ich sagen, dass es ein wenig fragwürdig ist, mit einem einzigen Album auf Tour zu gehen, zumal der Auftritt nur knapp eine Stunde dauerte. Etwas verzweifelt wirkte dann auch der Versuch von Blackfield, nach dem krönenden Abschlusstitel "Hello" als Zugabe ein altes Porcupine-Stück zu spielen.

Es tut mir wirklich leid, wenn ich bei Blackfield etwas zu sehr Porcupine-Tree bezogen wirke. Doch Blackfield macht es mir durch den Musikstil, aber auch durch das für Porcupine-Tree typische Outfit von Wilson nicht leicht, so viele neue Elemente im neuen Projekt des Porcupine-Tree-Frontman zu sehen.

So war das Konzert zwar ein Leckerbissen für unsere Ohren, es liess jedoch einen etwas bitteren Nachgeschmack zurück. Wir können uns auf jeden Fall auf weitere kreative Musik von Blackfield freuen.


Mehr Informationen:
http://www.blackfield.org
http://www.z-7.ch/