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CD-Review: Trio Euter
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CD-Review: Trio Euter Büsi (dieter)
Die Rettung naht!

Wir Schweizer haben ja ein sehr ambivalentes Gefühl zu unserer Volksmusik.

“Stubeten“ und „Hudigäggeler“, die Touristen aus der Ferne unverwüstlich mit unseren Alpen und dem Leben im Allgemeinen in der Schweiz verbinden, jagen hierzulande zumindest den unter 30ig jährigen kalte Schauder über den Rücken und lösen instinktiv Fluchtgedanken aus.

Vielleicht liegt es an den rotweiss karierten Tischtü- chern und den Geranien vor den Fenstern, der feschen Maid im Chaletgasthof am See, die es im Heimatfilm nicht länger als fünf Minuten aushält, bevor sie wieder eine Gesangseinlage à la „Es Buurebüebli man i need“ zum Besten geben muss. Ganz sicher liegt es aber daran, dass Schweizer Volksmusik, seit der Erfindung von „Samschtig Jass“ und ähnlichen TV-Formaten, völlig verkitscht daherkommt und irgendwie so gar nichts mehr mit unserem „echten“ Alltag zu tun hat.

Eigentlich ist das schade. Denn schon Stephan Eicher hat mit seiner Version vom Guggisberg-Lied bewiesen, dass traditionelle CH-Kompositionen wunderschön sein können, wenn man sie nur von all dem Ländler-Lametta befreit und zu den gefühlsmässigen Wurzeln des Songs zurückkehrt.

Mit viel Phantasie und Spielfreude haben Aldo Caviezel (Gesang und Gitarre), Andy Marti (Bass- geige, Gesang) und Erich Güntensperger (Schlag- zeug, Gesang) genau das getan; sie haben 17 traditionellen CH-Songs ein neues Gewand gestrickt und eine musikalische Garderobe geschaffen, die vom Polka-Punk-Reggae bis hin zum Rock-Funk-Hip-Hop reicht, ohne dass das Ganze als Verarschung wirkt; im Gegenteil!

Und siehe da:
Das ursprüngliche „Fidiri, fidira, fidirallala“ von „S'Ramseyers wey go grase“ klingt nun plötzlich ziemlich bluesig und Musik und Text gehen vielleicht zum ersten Mal Hand in Hand. Auch viel kopierte Titel wie „stets in truure“ und das Guggisberglied überzeugen 100%ig und kommen für einmal nicht absolut herzerweichend, sondern vielmehr überraschend frisch und herzergreifend. Toll finde ich bei „stets in truure“ die teilweise indisch anmutende Instrumentierung, passt diese doch unerwartet gut in die Glarner Alpenwelt.

Fazit:
Selbstbewusst und auf samtweichen Pfoten betritt Trio Euters CD „Büsi“ die Stube der modernen CH-Musik und hat sich ein sicher warmes Plätzli auf dem „Chouscht“ gesichert. Super Produktion!


Mehr Informationen:
www.trioeuter.ch