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Die Halle platzte nicht aus allen Nähten. Sie platzte beinahe vor Leere. Vielleicht lag's am Eintrittspreis, vielleicht an Ivo. Dann würde es doch schliesslich erst spannend werden, nicht wahr?! So war es denn auch, je näher Ivo's Auf- tritt kam, desto mehr nahm die Zahl der Zu- schauer zu.
Doch das war lange nach Monsterbazz, die trotz allem furios starteten. Mit einem Cover. Schluss- endlich hatte man ein klitzeklein wenig den Eindruck, dass die drei Jungs nur Covers im Repertoire haben. Aber wer, wie die Autorin, die Vorgeschichte vor allem von einem der Jungs kennt, der kann diese Behauptung relativieren. Doch auch schon die Spielweise der Jungs zeugte von grossem Potenzial und Talent. Die Lehrjahre in Amerika sind Sebastian Mereu, dem Sänger und Bassisten, in die Musik eingeflossen und haben sie geprägt, amerikanisch punkrockig klingt das Ganze.
Der kleine, flinke, 25jährige Sebi wirkte denn mit seinen Baggy Pants auch sehr amerikanisch. In Biberist geboren, ging er als Student ans "Musictech College of Music" in Minnesota und fand dort zum Songwriting.
Mit der Band "Skywalker" reiste er im mittleren Westen rum und schrieb mit Tim, einem Bandkollegen, dabei den Song "I'm in love with Britney Spears". Sozusagen sein bisher grösster Hit.
Durch Gigs mit "A" und Krokus, Interviews auf Viva-Swizz "4you" und SF 2-Weekend Music lief der Song als Insidertipp auf verschiedenen Radio- und TV-Stationen. Sebi hatte da bereits mit Andy Uetz, dem Drummer, "Monsterbazz" gegründet und zur Ergänzung wurde Danny Meister, an der E-Gitarre, hinzugeholt.
Um den Sound hinzukriegen, den sie sich vorstellten, reisten sie ins anziehend goldigglitzernde Hollywood, California, zu Mister Donnell Cameron, seines Zeichens Produzent von Bands wie Bad Religion, Offspring, Blink-182 und anderen. Das Resultat: Die CD "It's Showtime", wo 11 Songs amerikanischen mit europäischem Sound verbinden. Die erste Single mit dem poetisch angehauchten Titel "The one I'd love to hate" ist draussen und das dazugehörige Video flimmert auch bereits über den TV-Schirm.
Um nichts unversucht zu lassen, beworben sie sich auch für Music Vibration und kamen prompt in die Finalrunde.
Das Cover von Celine Dions "My heart will go on" war wohl etwas vom Besseren an diesem Abend und liess die Mundwinkel der Autorin nach oben rutschen.
Doch sie mussten sich trotzdem am Ende ihres Auftrittes vom Moderator die Frage gefallen lassen, ob sie nur Covers spielen. Diesen Eindruck haben sie nicht nur diesem klugen Mann hinterlassen. Ihr Spiel an sich war furios und ja, sie können ein Haus rocken, unbestritten.
Sie haben zwar nicht gewonnen, aber das ist wahrscheinlich gar nicht mal so schlimm. Es kommt sowieso anders und wenn sie dranbleiben, sogar vielleicht noch viel besser. Womöglich wäre ihr Sound in Amerika erfolgreicher, womöglich gibt es dort aber einfach schon zu viele solcher Bands. Es lohnt sich jedoch alle mal, die Band weiter zu verfolgen.
Mehr Informationen:
http://www.monsterbazz.com
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