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Germany's Premier Country Music Magazine (Carmen Pavoni)
Interview mit Ralf Eyertt über das CountryHome

Ralf Eyerrt ist Herausgeber des CountryHome, "Germany's Premier Country Music Magazine", einem der größten und beliebtesten Musik Magazinen in Europa und den USA. Ralf Eyertt steht heute Rede und Antwort über das CountryHome. Dieses Magazin hat sich Schritt für Schritt zu einer der beliebtesten Anlaufstellen für Europa und den Rest der Welt entwickelt, wenn es um Countrymusik geht.

C.P.:
Das CountryHome hat sich über die Jahre zu einem der erfolgreichsten Musik Magazine in Europa entwickelt. Herr Eyertt, wie sind Sie auf die Idee gekommen ein Musik Magazin, welches über amerikanische Musik mit Schwerpunkt Country berichtet, auf den Markt zu bringen?

R.E.:
Irgendwann kam uns die Idee, im Internet über Countrymusik zu informieren und sie dadurch womöglich auch in Deutschland mehr zu verbreiten. Schließlich wurden wir 1996 die erste Plattform mit Onlinepräsenz in diesem Genre. Seitdem kooperieren wir, als CountryHome, mit den verschiedensten Medien der Szene in Deutschland und stehen wörtlich für einen Bereich, in dem viele sich heimisch fühlen, Redakteure wie Leser.

Angefangen mit 1000 jährlichen Zugriffen, können wir uns inzwischen über weit mehr als 200.000 pro Jahr und weiterhin permanent ansteigende Zahlen freuen. Auch unsere Rubriken wachsen ständig, neue Ideen kommen dazu und runden das Gesamtbild der Countryszene inzwischen national und international ab.

C.P.:
Das CountryHome unterscheidet sich doch sehr stark zu anderen Musik Magazinen. Sind doch Teile vom Magazin in Deutsch, Englisch und Französisch. Warum eigentlich?

R.E.:
Europa hat nun mal diese Sprachbarrieren, um den Leserkreis auszubauen, ist dies eine logische Weiterentwicklung

C.P.:
Wenn sich Ihre Leser das CountryHome anschauen, fällt auf, dass Sie eine große Übersicht von Radio-Stationen bei Ihnen im Magazin finden. Nach welchen Auswahl-Kriterien wurden diese zusammengestellt?

R.E.:
Da es in Deutschland kaum möglich ist, durchgängig Countrymusik im Radio zu hören, ist das Internetradio eine der Möglichkeiten geworden. Viele US Sender bieten inzwischen einen Online-Stream an, aber auch in Deutschland etablieren sich inzwischen Online Sender mit Countrymusik-Schwerpunkten. Das sind natürlich auch die Kriterien der Sender, die Countrymusik publizieren.

C.P.:
Im CountryHome finden sich drei Rubriken die mit Neuigkeiten aus dem Musik-Geschehen aufwarten. Hat das einen bestimmten Grund? Und wo genau liegen die Unterschiede hier?

R.E.:
Der Bereich News ist nicht so leicht zu ordnen, es gibt neben internationalen und nationalen Nachrichten auch so genannte Presseinformations-News, diese sind generell sehr subjektiv gehalten. Aus diesem Grund trennen wir es in Nationale, Internationale und Presse News um dem Leser die Einsortierung leichter zu machen.

C.P.:
Eine weitere Stärke vom CountryHome ist der große Service für Fan-Clubs, Line-Dance-Clubs, Western-Clubs, Trucker-Clubs und Square-Dance-Clubs. Was genau hat Sie bewogen ein so großes Listing zur Verfügung zu stellen? Und ist ein Eintrag kostenpflichtig?

R.E.:
Ein Magazin erbringt auch eine Serviceleistung, der wir natürlich nachkommen möchten. Der Club Bereich ist wichtig - nicht nur für die Clubs selber um sich hier dar zu stellen - sondern auch für die Statistiken. Bei uns wird oft angefragt wie groß die Countryszene ist, wie organisiert sie ist usw. Das kann man anhand dieser Listen sehr schön nachvollziehen. Für die Clubs untereinander ergibt sich die Möglichkeit des gemeinsamen Austausches und natürlich für Interessenten durch die Sortierung nach PLZ, einen passenden Club für sich zu finden. Dies ist ein sehr aufwendiger Service von uns, aber er ist kostenlos.

C.P.:
Würden Sie sich freuen, wenn die Clubs, die sich eintragen, im Gegenzug ein Banner oder einen Link auf das CountryHome setzen?

R.E.:
Wir freuen uns über jede Verlinkung und sind da auch sicher bei vielen bereits eingetragen, bei manchen ist die Umsetzung vielleicht etwas schwierig.

C.P.:
Ein Schwerpunkt im CountryHome ist die Rubrik Record-News. Hier finden sich viele Redakteure vom CountryHome wieder. Worin unterschieden sich denn die einzelnen Record-News Rubriken?

R.E.:
Ein informativer Schwerpunkt: er unterscheidet sich in der Gewichtung der CD Besprechungen. Es gibt die so genannten Neuerscheinungen, die oft von der Redaktion Lamitschka mit den Presseinfos versehen wird, hier geht es aktuell zu. Dieter Mühlena hat sehr ausführliche Rezensionen, sucht sich aber die CDs selber aus und neu im CountryHome ist Manuela Peters. Sie ist unsere junge Wilde, mit einem ganz ausgeprägten eigenen Geschmack. Sie fühlt sich dem Bluegrass zugehörig aber widmet sich auch den anderen Country Stilen. Ihr Schwerpunkt sind die eher ungewöhnlichen CDs

C.P.:
Für Freunde der amerikanischen Küche findet sich eine der größten Rezept-Sammlungen mit einmaligen Gerichten im CountryHome. Wie passen denn Musik und Kochrezepte hier zusammen?

R.E.:
Gar nicht. Wir sind aber ein Magazin, das sich nicht nur mit Musik auseinander setzt. Die amerikanische Küche ist eine Rubrik die unser Redakteur und Chefkoch Dieter Mühlena mit eingebracht hat. Inzwischen zählt sie zu den größten Rezeptsammlungen ihrer Art und wird bereits in Bibliotheken gelistet.

C.P.:
Herr Eyertt, können Sie paar Worte zu den Bereichen "Biografien", "Story Behind a Song", "Übersetzungen (Songs)" und "Billboards" sagen, welche sich im CountryHome finden.

R.E.:
Hier finden gerade Veränderungen statt, neu hinzugekommen ist unsere Redakteurin CountryPat aus Österreich, sie hat 2 dieser Rubriken übernommen um sie redaktionell zu betreuen. Bisher ging man davon aus, dass eine Biografie oft mit dem Tod des Künstler verbunden ist, wir aktualisieren das nun und kümmern uns jetzt auch um die aktuellen und angesagten Künstler aus dem Countrymusik Bereich, das gleiche gilt für die Rubrik Story Behind a Song. Jeder Song hat eine Geschichte, CountryPat wird versuchen diese zu recherchieren und sie dann aktuell zu präsentieren.

Die Rubrik Übersetzungen ist als ein Service für unsere Deutschen Leser gedacht. Countrymusik zeichnet sich im Wesentlichen durch die Geschichten aus, die in den Songs erzählt werden, wenn man die nicht versteht, geht einem viel vom Song verloren. Carmen Reiss, eine deutsche Songschreiberin, wählt in regelmäßigen Abständen Songs aus, die es ihrer Meinung nach Wert sind, übersetzt zu werden und stellt sie im Bereich Übersetzungen den Lesern zur Verfügung.

Die Billboards sind eine ganz klare Angelegenheit, hier geht es um Chartplatzierungen. Mittlerweile werden jedoch nicht nur die Billboards als Charts geführt, sondern auch die Deutschen Countrymusik Airplay Charts und die Radio Megastar Top 10, die als erste Internetradio Charts auch in den Deutschen Airplay Charts mit einfließen.

C.P.:
Bei genauer Betrachtung sticht einem ins Auge, dass das CountryHome sehr viele Partner in den USA hat. Können Sie uns etwas über die Zusammenarbeit mit dem Magazin "CountryStarsOnline" erzählen?

R.E.:
Darüber kann ihnen unser Redakteur Christian Lamitschka mehr sagen, diese Kooperationen sind durch ihn ermöglicht worden, Countrymusik ist als Domäne eine amerikanische Musik. Um hier am Ball zu bleiben, benötigen wir Informationen die aus dem Herzen dieses Landes kommen, und Partner wie CountryStars-Online helfen uns dabei

C.P.:
Im CountryHome wird in Zusammenarbeit mit "American Music Chanel" für Ihre Leser kostenlos Videos zum Anschauen angeboten. Was hat Sie dazu bewogen?

R.E.:
Wo kann man sonst Videos aus dem Bereich Countrymusik sehen? In Deutschland alle 4 Wochen mal für 45 Minuten auf 3Sat. Hier kann man sie sich anschauen wenn man Lust und Zeit hat, da gab es nichts zu überlegen, als man uns diese Kooperation anbot.

C.P.:
Kürzlich hat das CountryHome zusammen mit Sony Music "Gretchen Wilson" präsentiert. Es ist doch eher ungewöhnlich, dass Record-Labels mit Online-Magazinen solche Top-Künstler präsentieren. Wie ist die Zusammenarbeit gelaufen? Und stehen aktuell weitere Präsentationen von Künstlern an?

R.E.:
Ich denke, dass man sich vorher informiert hat, wo man auch Leser erreicht, die sich dafür interessieren. Dies ist ein Vorteil der Online Magazine, wir sind aktueller als jedes Monatsmagazin und können auch kurzfristig Aktionen starten. Diese Aktion war auch für uns Neuland und wir wurden vom Erfolg überrascht. Tausende von Teilnehmern wollten an der TV Show teilnehmen, 6 erreichten das Ziel und 5 weitere wurden seit Donnerstag dem 21.4. mit der neuen Dual CD von Gretchen beschenkt.

Dieser Erfolg hat uns dazu bewogen, Gewinnspiele, wenn es nur geht, weiterhin im Angebot zu halten. Inzwischen machen Veranstalter und Künstler davon Gebrauch und auch Plattenfirmen sind an dieser Werbeplattform interessiert. Manuelas CD Tipp wird derzeit auch mit einer Gewinnaktion belegt und erfreut sich großem Interesse.

C.P.:
Wenn vom CountryHome Künstler präsentiert werden, dann haben die Leser die Möglichkeit also CDs und Konzertkarten zu gewinnen. Besteht nur dann die Möglichkeit oder haben Sie auch weitere Gewinn-Chancen im CountryHome?

R.E.:
Wir arbeiten daran, vielleicht spendiert man auch mal Flugreisen oder ähnliches...
Lassen wir uns überraschen.

C.P.:
Wir haben uns jetzt doch sehr ausführlich über viele Rubriken im CountryHome unterhalten. Zu welchen Teilen vom CountryHome möchten Sie noch gerne etwas sagen?

R.E.:
Dem nationalen Teil: Bei allem Interesse den amerikanischen Superstars gegenüber, am Anfang stand das nationale Interesse. Wir haben in den fast 10 Jahren unserer Tätigkeit und Auseinandersetzung mit der in Deutschland angesiedelten Country Gemeinde viel erlebt und stehen dennoch am Anfang. Bisher ist es immer noch nicht gelungen Countrymusik in Deutschland aus dem Bereich Subkultur heraus zu holen. Leider lastet immer noch ein schweres Image auf dieser Musik und ihrer Darstellung.

Ganz besonders schwer fällt es Amerikanismus und Countrymusik zu trennen, dadurch belebt sich die Musikerszene in Deutschland nicht. Wer will schon ständig hören, fahr erst mal nach Nashville um zu lernen was Countrymusik ist. Was Countrymusik ist kann man auch hier erfahren, aber man darf nicht den Fehler machen amerikanische Verhältnisse nach Deutschland zu projizieren. Lassen wir die Kühe im Stall und öffnen uns einer Deutschen oder eventuell auch europäischen Variante.

Es gibt in Deutschland eine Band, die damit angefangen hat. Erste Erfolge stellen sich bereits ein und vielleicht folgen ja andere diesem Beispiel. Erst wenn Countrymusik in Deutschland verständlich wird, und das hat nicht nur etwas mit der Sprache zu tun, wird sie auch wahrgenommen und erfolgreich werden. Wir hoffen, dass der nationale Bereich der Berichterstattung dies auch bald widerspiegeln wird.

Vielen Dank Herr Eyertt für die Zeit, die Sie sich genommen haben und noch viel Erfolg.

Carmen Pavoni


Mehr Informationen:
www.countryhome.de


(Leicht überarbeitete Version des Interviews. Das Original können Sie bei uns anfordern)