Da geht die Post ab! (äq)ThØnk ThØnk - Das ist keine schwedische Spezialität, sondern eine Schweizer, die die Progressiv-Szene ganz schön auf Vordermann bringt! - "The new way of progressive music" steht unter ihrem Logo und auf der aktuellen Scheibe "Earth Vision Impact" . Thonk, das sind, genau gesagt, Marc Grassi (Piano/Keys), Theo Gamper (Bass/Guitar) und Flavio Mezzodi (Drum/Percussion). Alle drei haben eine Musikstudium und ich glaube man darf sagen, dass man das der Musik auch ein bisschen anhört. Was aber ist das jetzt für Musik? Progressiv Rock eben! Aber diese Stilbeschreibungen sind immer ein wenig ein Gummiartikel. Was ich aber sagen kann ist, dass die typischen Spears und N'Sinc ... - Fans ziemlich auf die Welt kommen würden, denn der Sound für die nächste Bravo-Hits 123 ist es nicht! Und damit will ich die Musik nicht etwa abwerten. Die Tracks haben mich zuerst mal heftig vom Hocker gerissen und ich musste die Beschäftigung, die ich eben aufgenommen hatte, weglegen und vor die Anlage sitzen, um mir das Teil richtig reinzuziehen. Nach den ersten Takten des Openers "Slum" kam mir sofort eine alte Band in den Sinn; "Emerson, Lake and Palmer". Ein Begriff? Wenn nicht würde ich mal Vaters Plattenkisten durchwühlen; die Chancen fündig zu werden stehen gut. Legendär waren Emerson, Lake und Palmer für ihre unglaublichen Keyboard-Power-Stücke und den charakteristischen Orgelsounds. Und damit wären wir wieder in der Gegenwart und bei ThØnk. Denn sie vertreten die Sparte "heftige Orgeln gemischt mit Power-Rock" optimal. Anhand der Besetzung hat vielleicht der/die eine oder andere bereits festgestellt, dass es sich um Instumental-Sound handeln muss und so ist es auch. Ohne Übertreibung darf ich sagen, dass die Keyboards eine dominierende Rolle spielen! Wo andere zu verzerrten Gitarren abrocken, kann man bei TØnk zu den harten hispeed Keys den Kopf schütteln. Wow! Kann ich nur sagen, da geht unglaublich die Post ab.Leicht verdaulich ist der Sound keines Falls und deshalb auch nicht für alle Mainstream-Ohren verträglich. Wer aber auf etwas schrägen und heftig groovenden Sound steht, der findet auf dem Album "Earth Vision Impact" einige Sahnehäubchen. ![]() Wie schon gesagt zeigen die studierten Musiker, was sie alles so drauf haben und so glänzen die Songs mit höllisch anspruchsvollen Arrangements und Beatgebastel, die so manchen Drummer vor Neid erblassen lassen. Marc an den Keyboards absolviert sicher ein umfangreiches Fitness-Training um die Tastenkunst auch live durchzustehen. Ich denke nach dem ersten Durchhören der Platte hat man noch nicht so richtig geschnallt, was einem da um die Ohren geflogen ist, deshalb lohnt es sich, das Ganze mehrmals reinzuziehn, denn im Gegensatz zum seichten Chartsgedümpel wird die Scheibe mit jedem Hördurchgang besser! Fazit: Eine Produktion, die in meinem CD-regal bleibt!! Und dies nicht für die ruhige Stunden ! Mehr Informationen: ThØnk |