News im Oktober 03
Nautilus 03 - Ein Erlebnisbericht
Samy G - Der Auftritt an der Nautilus 03
Rahzel - Der Auftritt an der Nautilus 03
Open Air Peace Mountain - Ein Erlebnisbericht
Labyrinth - Vergleich Konzert im Kiff mit CD
Krokus - Ein Gespräch mit Korkus
Marc Sway - Ein Gespräch mit Marc Sway
Sway (nicht Marc) - CD and there comes another day
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Serie: Goa Teil 6


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Nautilus 2003 - Basler "Mega"-Event (Max und Fredi)

Nautilus -
Die Party, welche ins Wasser fiel

Zum fünften Mal in der Geschichte der Menschheit fand die grosse Trance-, House- und HipHop-Party im Basler Gartenbad St. Jakob und neu auch in der danebenliegenden St. Jakob-Arena statt. Für die schon seit eh und je stets erfolgreiche Party erwartete man an die 9000 Gäste. Doch es kam ganz anders.

Die wichtigsten Neuerungen der diesjährigen Nautilus waren einerseits die grössere Gewichtung der Live-Konzerte, andererseits die Verlegung von einigen Events in die Eishalle. Die letztere der Änderungen am Konzept der Nautilus sollte den Anlass witterungsunabhängig gestalten. Und ein Stück weit ist dies den Veranstaltern sogar geglückt. Denn der Nautilus, laut Definition ein Kopffüsser aus dem Pazifischen Ozean, wäre im basler Binnen-Regen fast sprichwörtlich ins Wasser gefallen und ertrunken.

Ich traf so gegen 20:00 auf dem Nautilus-Areal ein. Eigentlich hätte ich erwartet, dass sich massenweise Menschen im Gedränge über das niedergetrampelte Gras fortbewegen würden, tanzend zum Beat der Musik. Doch ich hatte mich gründlich getäuscht.

Auf dem Areal waren kaum Leute zu sehen, die nicht zum Aufbauteam gehörten oder keine VIPs waren. Mit anderen Worten: Es war noch absolut nichts los!

Gegen 20:15 begann so langsam die Party im Indoor Restaurant der Arena mit dem Auftritt von DJ Tommy, in anderen Bereichen der Nautilus war man jedoch noch immer mit dem Aufbau der Anlagen beschäftigt, wie zum Beispiel die ganze HipHop-Bühne in der Eishalle. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich nicht mehr an eine "Party der Extraklasse" glaubte, denn auch im House-Zelt "Ministry of Sound" befanden sich nur wenige tanzende Gestalten. Um 23:30 mit dem Auftritt von Samy G kommen dann auch langsam die Besucher. Obwohl die Tontechnik nicht die Beste war, gelang es dem Shootingstar aus Zürich, eine gute Stimmung im Publikum zu verbreiten, welches sich durch aktives Mitbouncen bei ihm bedankte.


Mittlerweile hatte sich auch die Househalle gefüllt und drohte aus allen Nähten zu platzen! Unter den Händen von DJ Nick Bridges (UK) tobte die Masse und liess es richtig Krachen.

Allerdings hatte es wieder angefangen zu regnen und die ganze Angelegenheit entwickelte sich zu einem einzigen Herumrennen zwischen den Zelten und Floors und war, dank der Nässe, meistens ein fastspeed Balanceakt, um nicht im sich stets mehrenden Matsch zu landen. (Glücklicherweise hatte ich wasserfeste Wanderschuhe angezogen, was ja wohl selten das richtige Outfit für einen solchen Anlass ist und war somit für die extremsportmässigen Jump an Runs gerüstet... )




Und dann der Höhepunkt des Abends: gegen 01:30 der Auftritt von Rahzel feat. DJ JS-One, einfach der Hammer!

In der mittlerweile ebenfalls bis zum Maximum angefüllten Eishalle begann er, seine Beatboxkünste zum Besten zu geben. Und sein Publikum war begeistert, wie auch ich selbst! Ich kann es immer noch nicht so verstehen, wie es dieses Naturwunder fertig bringt, beim Beatboxen gleichzeitig zu singen, und dies mit einer solchen musikalischen Sicherheit, dass man das Gefühl hat, man höre einem professionellen Sänger in Zusammenarbeit mit einem ebenfalls professionellen Beatboxer zu. Einfach fantastisch! Und natürlich durfte zum Schluss seines Konzerts der persönliche Verkauf von Rahzels CDs nicht fehlen.


Kaum zu glauben, dass sich der Nautilus vom tristen Start um 20:00 langsam zum Höhepunkt, dem Auftritt von Rahzel um 01:30, so dramatisch entwickeln konnte.

Der Nautilusbesucher Ljubicic meinte, dass er ebenfalls von Rahzel beeindruckt war. Der Regen jedoch sei ihm schon recht auf den Wecker gegangen. Er würde jetzt ganz gemütlich mit dem Auto nach Hause fahren und ausschlafen. In diesem Moment wünschte ich mir nichts sehnlicher als ein warmes, weiches Bett, um mich von den den Anstrengungen zu erholen. Oder wenigstens einen Fetzen trockenen Stoffs am Leib, wär auch nicht schlecht.




Mehr Informationen:
http://www.nautilusfestival.ch/