News im Oktober 03
Nautilus 03 - Ein Erlebnisbericht
Samy G - Der Auftritt an der Nautilus 03
Rahzel - Der Auftritt an der Nautilus 03
Open Air Peace Mountain - Ein Erlebnisbericht
Labyrinth - Vergleich Konzert im Kiff mit CD
Krokus - Ein Gespräch mit Korkus
Marc Sway - Ein Gespräch mit Marc Sway
Sway (nicht Marc) - CD and there comes another day
Ein Handy, das Reden kann
Serie: Goa Teil 6


Interviews & mehr zum Anhören
Unser beliebetes online Game!
Die blacksheep.ch Konzertagenda
Das Schwarze Brett für Deine Nachrichten
Der blacksheep.ch Musiksuchdienst - Der Sherlock Holmes unter den Suchdiensten
Linkzone : Go Surf!
Die neusten CD's auf blacksheep.ws
Inhalte schnell gefunden
Der Musikeigenvertrieb für Deine Musik
Weitere Dienste






Das Hamburger Musiklabel der anderen Art!










Labyrinth - Live ein Genuss (Maurus)

Labyrinth

Drei namhafte schweizer Musiker, der Liedermacher und Kabarettist Linard Bardill, der begnadete Gitarrist Max Lässer und Mich Gerber,einer der wohl zurzeit faszinierendsten Bassisten, haben gemeinsam das Projekt "Labyrinth" realisiert. Das Resultat überzeugt durch die Professionalität der beiden Musiker und durch den Charme und Humor des Kabarettisten und Liedermachers.

Das Trio tourt zurzeit durch die ganze Schweiz, so gab es auch im "Kiff" in Aarau seine Lieder zum Besten. Nach dem Begrüssungslied "D'Schwyz am Morge", das liebevoll und mit einem Hauch Ironie von einem typisch schweizerischen Morgen erzählt, erklärte uns der Sänger Bardill, was das mit dem Labyrinth so auf sich hat. Es handle sich nicht um einen Irrgarten, in dem man sich verirrt und nur mit Hilfe eines roten Fadens, den man am Eingang befestigt, wieder hinaus findet. Es handle sich vielmehr um ein keltisches Labyrinth, wo es nur einen Weg ohne Verzweigungen gibt, der in die Mitte führt. Dieses Labyrinth, eine Metapher für unseren Lebensweg, passe ihm besser, so Bardill.

Den roten Faden verlor Bardill nie im Verlaufe des Abends.
Es gelang ihm, die Lieder durch seine Kommentare zwischendurch wie Kettenglieder aneinander zu reihen. Darin entstand so ein in sich geschlossenes Portrait eines Menschen, der das Labyrinth betritt, der sich auf die Suche begibt, nach sich selber und dem Sinn des Lebens. Dabei streift er verschiedenste Aspekte unseres Lebens wie Hoffnung, Liebe, Zuversicht, Enttäuschung und Zufriedenheit, um nur einige zu nennen.

Bardill bestach durch seinen Witz und seinen urchigen Bündnerdialekt. So war die Stimmung im bunt zusammen gewürfelten Publikum nie melancholisch, auch wenn die Musik und die Texte durchaus von traurigen Elementen durchzogen waren.

Max Lässer, ein Perfektionist auf seinen Gitarren, gelang es, den Liedern einen leicht folkloristischen Touch zu geben, ohne ins Plumpe, Plakative zu geraten. Mich Gerber untermalte mit seinen Basskünsten, die wir von seinen eigenen Projekten kennen, die Lieder mit sphärischen Elementen. Seine simplen aber überzeugenden rhythmischen Beiträge gaben den Liedern einen ganz eigenen Flow.

Nach einem solchen Konzert die CD zu hören, ist bekanntlich meistens eine Enttäuschung.
So auch hier.

Die Kommentare von Bardill, die mit viel Witz das Konzert aufgelockert hatten, vermisst man auf der CD. Die Lieder wirken dadurch auf der Platte nicht so heiter, auch fehlt der rote Faden, der die Stücke zu einer Geschichte zusammenfügt. Das führt letztendlich dazu, dass die Texte auf der CD teilweise fast etwas banal wirken; schade, denn live war "Labyrinth" echt ein Genuss.



Mehr Informationen:
http://www.labyrinth-tour.ch/