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Disgroove - Ihr erstes Album "Down on Myself"


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Disgroove - Ihr erstes Album "Down on Myself" (Marco)
Disgroove - Down on Myself

Disgroove setzen sich zusammen aus Philippe Strü-
bin (Gesang und Gitarre), Tobias "Tobi" Roth (Drums) und Philippe ´Flipper´ Gerber (Bass).
Philippe Stübin und Tobi waren bis 1998 Mitglieder der legendären Hardcore-Band Gurd, doch nach vier Jahren und vier Platten brauchten die beiden dringend eine Luftverände-
rung. Zur selben Zeit ist Flipper bei Lektor engagiert.

Zwei Jahre vergehen, als Philippe und Tobi beschliessen einen eigenen Übungsraum in ihrem Keller zu bauen. Erste Song entstehen auf einem 8-Track Rekorder, im Schlafzimmer! 2001 packt Flipper seinerseits seine sieben Sachen bei Lektor und durch Zufall treffen sich die drei bald darauf an einer Party. Sie verstehen sich auf Anhieb und nach einer gemeinsamen Session, beschliessen die drei sich zusammen zu tun - Disgroove entseht. Schnell hat man ein paar neue Songs beisammen und gibt die ersten Konzerte. Der Spass am gemeinsamen Performen und das Feedback der Menschen um sie herum, spornen sie zu noch mehr an. Weitere Songs entstehen und noch mehr Konzerte werden gespielt.

Als Demo dient lediglich ein Livemitschnitt und weil ihnen das nicht mehr reicht, müssen neue Aufnahmen her. Kurzerhand wird der alte Übungsraum in ein kleines Tonstudio umgebaut.

2003 erscheint ein Demo mit vier Stücken. Im November und Dezember des selben Jahres wird im hauseigenen Tonstudio der erste Longplayer produziert. Co-Produzent ist kein Geringerer als Eric Klinger, der sich bereits als Gitarrist und Produzent der US Hardcore Band "Pro Pain" einen Namen gemacht hat.

Das erste offizielle Album, Down on Myself, erscheint am 7. Juni 2004 und enthält 12 poppig, rockige Stü-
cke. Der erste Song darauf gab dem Album auch gleich seinen Namen. Fette, schwere Gitarrenriffs sind zu hören und das Schlagzeug ist sehr präsent. Der Song hat Power. Als nächstes folgt "Allright". Etwas verhalten am Anfang, findet das Stück den Tritt und rockt mächtig. Der Song beinhaltet einen guten Refrain. Darauf folgt Stück Nummer drei. "Upside Down" mit Namen. Der Basssound weiss besonders zu gefallen. Wiederum ein sehr gelungener Chorus-
part, was Leider nicht auf die Strophen zutrifft, die sind eher von langweiligen Art. Eine akustische Gitarre führt und in Love Yourself ein. Eine Ballade, mit viel Hingabe gesungen. Darauf folgt "Pictures".

Wiederum lädt sich eine grosse Spannung auf, die in den Refrains rausgelassen wird. Geschmack-
sache ist der Mix des Schlagzeuges: einerseits die Bassdrum mit sehr viel Kick, was mir persönlich gefällt, anderseits die etwas blechern klingende Snare. Wie gesagt, Geschmacksache.


"It´s not Forever" heisst das sechste Stück und ist ein klassischer "Perwoll-weiss Pop Song". Gefolgt von "Over", der Nummer sieben. Das Stück lebt sehr vom Gesang. Aus meiner Sicht sind das die beiden schwächsten Songs auf dem Album. "Sometimes" gefällt mir um einiges besser. Treibende Drums und ein fetter Bass bilden nahrhaften Boden für Gitarre und Stimme.

Die Nummer neun, "Everybody Knows", gehört zu meinen favorisierten Stücken auf dem Album. Ein Song mit Pepp und Power, fetter Bass, knochenharte Bridges. Schnörkelloser, gradliniger Rock! Around sackt dann wiederum etwas ab, ausser dem Refrain und am Schluss. Als zweitletztes Lied folgt Free. Mir gefällt wie die Instrumente nacheinander einsetzen. Zudem breitet sich eine undefinierbare Düsterkeit aus. Der Song wirkt hart und schwer.

Zum Schluss kommt noch "That Part of Me". Mein zweiter ganz grosser Favorit. Wieder generieren die peitschenden Drums und die fette Gitarre viel Energie und die Stimme von Philippe scheint am Limit zu sein, doch gerade dieser schmale Grad zwischen druckvollem Gesang und dünnem, krächzendem Geschrei verleiht dem ganzen Song Power und Aggressivität.

Fazit: Ein gutes Erstlingswerk. Mit sattem, druckvollem und kompaktem Sound. Nur geraten sie, nach meinem Geschmack, zum Teil etwas nahe an dieses "CH-Pop-Rock-Einheitsmus". Besser etwas die härtere Schiene fahren, dafür unverkennbar: Disgroove.



Mehr Informationen:
http://www.disgroove.com


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