2 Jahre lang musste man warten, nun war es endlich wieder soweit: Das Openair Guggibad fand endlich wieder statt. In diesem Jahr feierte man auf einem anderen Gelände als früher, es hatte weniger Leute und die Bühne war kleiner. Die Leute, es hatte eigentlich nur Jugendliche, waren alle voll friedlich. Sie sassen entweder vor ihrem Zelt und rauchten gemütlich ihre grünen Kräuter, belagerten die Bar und tranken etwas oder standen vor der Bühne und genossen die schöne Musik.
Übrigens waren die WCs sehr gut und sauber; für die Frauen hatte es genügen Klopapier und für die Männer coole Pissoirs, was ja für ein Openair nicht selbstverständlich ist. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit und so stand einem guten Gelingen des Openairs nichts mehr im Wege.
Eröffnet wurde es von "Seng", der jungen Luzerner Band, mit der es seit Jahren stetig aufwärts geht. Gefolgt von "The Vibes", die Rock'n'Roll nicht nur spielen, sondern auch leben.
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| Oli und Gaston von Microphonik |
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Zwischen den Auftritten von "The Vibes" und Microphonik hatte noch ein junger Hiphopper die Chance, sein Talent den Leuten zu zeigen. Da er Bilengue aufgewachsen ist, rappte er ein Lied auf schweizerdeutsch und eines auf französisch. Die meisten Leute standen einfach da, nickten etwas mit dem Kopf und achteten auf den Text. Am Schluss wurde aber geklatscht und "Zugabe"-Rufe versüssten seinen Abgang. Um 21 Uhr trat Microphonik auf. Die beiden MCs, Gaston und Oli, rappten die meisten Texte über andere Beats. Dies war zwar ungewohnt, kam aber beim Publikum gut an. Beim Track "Cha Passiere" kam noch Seven auf die Bühne und die schon lange andauernden unaushaltbaren Schreie von ein paar pubertierenden Mädchen steigerten sich nochmals und bewirkten, dass ich mir freiwillig einen anderen Platz suchte um das Konzert zu geniessen und um ungestört "bouncen" zu können.
Oli sah man die Freude am Auftritt richtiggehend an; er sprang von der Bühne ins Publikum und "jumpte" mit seinen "Fans" hin und her.
Nach dem Auftritt von Microphonik gab es eine kleine Verschnaufpause, die die meisten Leute bitter nötig hatten! Dann betrat der "Tightclub" die Bühne. Die 5 Jungs, bzw. 3 Crews (Taktpakt, Freakanoid und Black Tiger) standen meistens gemeinsam on stage. Taktpakt brachte eher den schönen, nachdenklichen Hiphop, Freakanoid die Partytracks, die voll abgingen und Black Tiger hatte von allem etwas am start.
Zusammen ergab es eine bombige, würzige und coole Soundmischung, die das publikum zum Toben brachte; die Leute flippten z.T. fast aus. Zwischendurch wurde noch gefreestylt, was mich persönlich zum ausflippen brachte.
Nach dem heftigen Hiphop-Programm setzte ich mich auf die Wiese und verfolgte die Auftritte der Bands "Cantaloop" und "Crypton" von dort aus. Es war ein super Abend an einem super Openair!
Bis zum nächsten Mal!
Fotos von Birdsong Media GmbH (
www.birdsong.ch)