Die beiden Blacksheeps Monica und Martina verbrachten das Openair Gampel mit Silvia, einer waschechten Walliserin aus Grächen. Vier intensive Tage mit vielen musikalischen und anderen Highlights. Und zur Erholung: luxuriöses Campieren in einem Bungalow mit Dusche und WC. So macht das Openair Leben Spass.
Eingequetscht zwischen vielen ausgelassenen Mitrei-
senden sitzen wir im am Donnerstagabend im Zug nach Goppenstein. Die Openair Gampel Stimmung ist bereits deutlich spürbar, mit haufenweise Gepäck und noch mehr Bier machen sich die Openair-Freaks auf nach Gampel. Die Vorfreude auf vier Tage Musik und Party inmitten der schönen Walliserberge ist gross.
Angekommen auf dem Openair-Gelände geniessen wir an einer Bar mal ein Bierchen. Die Spannung steigt, wir freuen uns auf Pink, die Rocklady aus den Staaten.
Und dann; Scheinwerfer an; da ist sie, supersexy gekleidet und mit Cap steht sie auf der Bühne. Die Menge jubelt, die Show beginnt.
Der Anfang ist gut, doch mit vielen langsamen Songs mag sie das Publikum nicht so recht aufheizen. Da war, wie so oft, die Vorfreude doch grösser als die Freude in Wirklichkeit...
Nun gut, die Party geht weiter und so fallen wir morgens um fünf kaputt, aber happy in unsere Schlafgemächer. Nach ausgiebigem Schlaf und frisch geduscht gönnen wir uns am zweiten Festivaltag ein feines "Zmorge" auf unserer Veranda. Ach, was für ein schöner Tag, was für ein schönes Leben...
Später machen wir uns gemütlich auf den Weg zum Festival und sind gespannt auf das, was da so kommen mag: «Die Toten Hosen» natürlich, die wecken in uns späte Kindheits- oder besser gesagt frühe Teenie-Erinnerungen. Ja und heute Abend, da wollen wir uns wieder als Rebellen fühlen, wollen mit-
singen bei «hier kommt Alex» und «wünsch dir was».
Wie gehofft, Campino enttäuscht uns nicht, seine Show ist grandios, voll bepackt mit alten Hits und ja, er klettert wieder. Kühn lässt er sich durch die Menge tragen und klettert dann auf den Turm. Oben entbrennt er eine Fackel und singt weiter; was für ein Mann...
Samstagmorgen, 12 Uhr, wo um Himmels willen steckt Silvia? Natel sei Dank wissen wir, dass unsere Walliserin immer noch am Feiern ist. Tja da können wir Bernerinnen dann doch nicht mithalten ob so viel Festfreude. Und vor allem ab soviel Durchhaltewillen, denn abends um neun sind wir alle wieder vereint auf dem Openair Gelände.
Doch der Samstagabend enttäuscht: Das Gelände scheint aus allen Nähten zu platzen, immer mehr Besucher strömen herein und kein Ende in Sicht. Da könnte man echt eine Platzphobie entwickeln.
Auch musikalisch überzeugt uns das Programm nur teilweise, «The Rasmus» bieten eine überzeu-
gende und mitreissende Show.
Leider können «The Offspring» da nicht mithalten, nach knapp einer Stunde Spielzeit und einem abgespult wirkenden Programm sind sie schon wieder weg. Dafür ist das anschliessende Feuerwerk wunderschön, lockt uns aber dennoch nicht richtig in Feststimmung. Und da wir eh alle frieren und leicht aggressiv werden ab den drängelnden und schubsen-
den Mit- Openairgängern verabschieden wir uns mal...
Last Day - Sunday! Im wahrsten Sinne des Wortes ein sonniger, wärmender Tag. Gemütlich sitzen wir auf einer Bank, beobachten das Geschehen rund um uns und geniessen die Musik von Everlast. Ein schöner Mix zwischen Rock, Hip-Hop und Folk. Reinen, ursprünglichen Rock bringen anschliessend Toto aus Los Angeles. Schon lange dabei in der Musikszene verstehen es die älteren Herren das Publikum in Stimmung zu bringen. Und wir sind mittendrin und denken; Luxuscamper und Edelrocker - das passt!
Mehr Informationen:
http://www.openairgampel.ch